Piercing

Geschichte


Piercings und Tattoos sind nichts neues. Schon seit Menschengedenken gelten Körperbemalungen (Tattoos), Holz, Metall und Knochenschmuck (Piercings) als Zeichen von Zusammengehörigkeit oder wurden bei Stammesfestivitäten getragen. In einigen Völkern werden Piercings nicht nur zum Schmücken des Körpers genutzt, sondern auch als Zeichen spiritueller Rituale oder als gesellschaftlichen Status als Zeichen von Abgrenzungen anderer Volksstämme.

In der westlichen Kultur waren verschiedene Piercings, wie zum Beispiel das Brustwarzenpiercing, schon in früheren Jahrhunderten in Europa anzutreffen, sie blieben jedoch weitestgehend auf kleine, meist höfische Kreise beschränkte Moden, die später wieder in Vergessenheit gerieten. Lediglich das Durchstechen des Ohrläppchens fand eine weite Verbreitung. Ohrlöcher waren jedoch bis Anfang der 1970er Jahre im westlichen Kulturkreis nur bei Frauen akzeptiert und wurden meistens selber oder vom Juwelier gestochen. In den 1960er Jahren brachten vor allem Hippies Ohr- und Nasenpiercings von ihren Hippie trails nach Indien in den westlichen Kulturkreis ein.

Inzwischen hat sich das Piercing zu einem allgemeinen Kunst / Modetrend entwickelt. Mittlerweile sind Piercings im Schmuckbereich etabliert und werden genauso selbstverständlich getragen wie z.B. ein Ohrring.

Anfänglich wurden weiche Bereiche des Gesichts mit Piercings durchstochen (Ohren- Nasenflügel und Lippen Piercing), doch ist das Brust-Piercing oder auch der Intimschmuck schon lange keine Seltenheit mehr. Der Intimschmuck, ganz besonders der Brustwarzenschmuck, ist gefragter denn je. Meist soll das Piercing im Gesicht (Augenbraue, Nase, Lippen), Bauchnabel, usw. einfach originell und interessant wirken oder auch schockieren.